ExMon Exchange 2013 und 2016

Läuft die Festplatte Ihres Exchange Servers schneller voll als erwartet? Die CPU Auslastung schwankt aus unbekannten Gründen? Wenn sie auf diese oder ähnliche Fragen keine Antwort haben und beim Troubleshooten mit Ihrem Latein am Ende sind, könnte Ihnen der Microsoft Exchange Server User Monitor (ExMon) weiterhelfen.

Der Microsoft Exchange Server User Monitor (ExMon) ermöglicht Exchange Administratoren individuelles Nutzerverhalten zu beobachten und zu analysieren, um dadurch Rückschlüsse auf Funktionsweise und Performance des Exchange Servers zu ziehen. Dadurch erlaubt er den Administratoren ebenfalls zu kontrollieren, inwiefern der Server die User Experience beeinflusst. Seit dem 12. Februar 2016 ist ExMon nun auch für Exchange 2013 und 2016 verfügbar Das Tool ExMon kann unter [1] heruntergeladen werden.

Für was kann ExMon genutzt werden?

Durch ExMon können interessante Informationen gewonnen werden, wie z.B. zur  Ressourcenauslastung des Exchange Servers oder die von Usern verwendeten Outlook Versionen und Modi.

Leider hat auch ExMon seine Grenzen. So werden beispielsweise von extern kommende Mails via SMTP oder nicht MAPI-Protokolle zum Zugriff auf Accounts, wie POP3 und IMAP4, nicht von ExMon berücksichtigt und mit aufgezeichnet.
Genauere Angaben, welche Daten und Informationen protokolliert werden, sind der dem Download beiliegenden Dokumentation [2] zu entnehmen.

Warum sollte ich ExMon nutzen?

Durch ExMon lassen sich bestimmte Muster im Nutzerverhalten erkennen und verstehen. Die dadurch gewonnenen Erkenntnisse können genutzt werden, um für die Zukunft zu planen und die Upgradephilosophie an den Bedarf anzupassen.
Auch zum Troubleshooten von besonders kniffligen Fällen, in denen andere Protokollierungs- und Monitoring-Tools nicht detailliert genug mitschneiden, kann ExMon zur Lösung beitragen.

Daten sammeln

Um mit ExMon Daten zu sammeln, muss die Anwendung zunächst auf einem Exchange Mailbox Server installiert werden. Außerdem sollte man sich vor dem Start von ExMon vergewissern, dass alle Exchange Dienste, die für die Mailbox Rolle notwendig sind, einwandfrei laufen.

ExMon legt in einminütigen Intervallen neue .etl-Dateien im Installationsverzeichnis an und speichert darin die gesammelten Informationen. Es gibt weitere Methoden, um mit ExMon Daten zu erheben, beispielsweise über die Kommandozeile. Dieser Blogeintrag beschränkt sich allerdings auf das direkte Verfahren mit ExMon, welches wie folgt funktioniert:

Um mit dem Sammeln zu beginnen, genügt es, ExmonAdvancedUI.exe zu starten und in der GUI auf Start zu drücken. Um die Aufnahme zu beenden, klickt man auf Stop.

Daten einsehen und auswerten

Hat man die Aufnahme mit Hilfe von Stop beendet, kann man entweder die gerade aufgenommenen Daten einsehen oder mit File > Open früher aufgezeichnete Daten, auch jene von anderen Exchange Servern, öffnen.

Capture1

So befinden sich im oberen Screenshot unter der ByUser Ansicht die gesammelten Informationen zum Ressourcenverbrauch der Nutzer. Jede Zeile repräsentiert dabei jeweils einen durch die GUID identifizierten Nutzer, unabhängig davon, mit wie vielen Rechnern Zugriff auf den Exchange Server besteht.

Capture2

Mit einem Doppelklick auf einen User, lassen sich detailliertere Informationen öffnen, die nur diesen Benutzer betreffen. Eine genauere Beschreibung der verschiedenen Ansichten und Daten kann wie bereits erwähnt der Dokumentation entnommen werden.

Exportieren von Daten

Anders als in früheren Versionen gibt es bei dieser ExMon Version keine explizite Exportfunktion. Möchte man dennoch Daten exportieren, genügt es die relevanten Datensätze zu markieren und mithilfe von Kopieren und Einfügen in andere Dateien, wie z.B. in Excel, zu übertragen.

[1] https://www.microsoft.com/en-us/download/details.aspx?id=51101

[2] https://www.microsoft.com/en-us/download/confirmation.aspx?id=51101

 

 

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