Microsoft SQL Server 2017 ist das neueste Mitglied der Microsoft SQL Server Reihe. Diese Version unterstützt unter anderem Datenbankoptimierungen, die die Zugriffszeiten bei verschiedenen Serveranfragen verbessern sollen. Leider kann es beim Upgrade von SQL Server 2016 auf die 2017er Version zu Problemen bei der Installation von Zusatzfunktionen kommen. Dies hat zur Folge, dass das Upgrade fehlschlägt. Da für diese Fehler leider kein offizieller Fix von Microsoft existiert und die zugehörigen Fehlerlogdateien keine aussagekräftigen Vorschläge zum Lösen des Problems bieten, möchte ich im Folgenden einige Lösungsvorschläge zusammenstellen. Diese beziehen sich speziell auf die fehlgeschlagene Installation der beiden Funktionen „Abwärtskompatibilität der Clienttools“ und „Clienttools SDK“ und konnten bereits in einigen Fällen dieses Problem lösen.

1. Um ausschließen zu können, dass das Problem aufgrund fehlender Voraussetzungen auftritt, sollte zunächst geprüft werden, ob die für das Upgrade benötigte Software in den korrekten Versionen auf dem Server installiert sind. Speziell sind hierbei das .NET Framework und die Microsoft Visual C++ 2015 Redistributable zu nennen.

Daneben würde ich Ihnen empfehlen, das windowseigene Mountingtool zur Bereitstellung der .iso-Datei zu verwenden, da es hier im Zusammenhang mit Drittanbietertools bei einigen Nutzern schon zu Problemen gekommen ist.

2. Außerdem können Sie versuchen, die fehlerhaften Tools aus dem Upgradevorgang auszuschließen und nach dem Upgrade manuell über die im SQL Server Setup vorhandene Funktion „Neue eigenständige SQL Server-Installation oder Hinzufügen von Funktionen zu einer vorhandenen Installation“ zu installieren. Wenn dies nicht funktioniert, hat der Upgradefehler wahrscheinlich andere, systemspezifischere Hintergründe, auf die ich im Folgenden eingehen werde.

3. Wenn Sie Microsoft SQL Server schon länger nutzen, also schon Versionen vor 2016 verwendet und diese später geupgradet haben, ist höchstwahrscheinlich der sogenannte Windows Native Client auf Ihrem System installiert. Dieser ist bis Version 2012 verfügbar und wird von einigen Tools benötigt. In einigen Fällen soll die Deinstallation des Native Clients vor dem Upgradevorgang dafür gesorgt haben, dass das Installieren der beiden oben genannten Funktionen funktioniert hat.

4. In einigen Fällen kann es vorkommen, dass während der Installation einige DLL-Dateien nicht gefunden werden, sodass nicht alle Funktionen installiert werden können. Anzeichen darauf können in den Logdateien gefunden werden. Dies kann auch passieren, obwohl die benötigten DLLs in der .iso-Datei des SQL Server 2017 vorhanden sind. Um dies zu umgehen, müssen die Inhalte der .iso-Datei (nicht die .iso-Datei selbst), von der die Installation beziehungsweise das Upgrade durchgeführt wird, auf das lokale Dateisystem des Servers kopiert werden. Daraufhin kann die Installation von dort gestartet werden.

Bei unserer Arbeit konnte der vierte Vorschlag das Problem lösen. Ich hoffe, dass diese Schritte dabei helfen, ähnliche Installationsprobleme beim Upgrade von Microsoft SQL Server 2016 auf 2017 zu beheben oder zu vermeiden.


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