Was ist RemoteFX?

RemoteFX ist eine Optimierungstechnologie im Microsoft RDP (Remote Display Protocol), die bei einem Zugriff auf ein entferntes Gerät die Bildschirmdarstellung verbessert. RemoteFX bezieht sich nicht nur auf 3D – Anwendungen, sondern ermöglicht auch das Nutzen von Windows Aero, Silverlight- und Flash – Animationen, sowie das Ansehen von Full-Motion-Videos. Ebenso ist es durch die Technologie möglich, eine Vielzahl von USB-Geräten über das Netzwerk zu nutzen. RemoteFX gibt es seit Windows Server 2008 R2 SP1 und war ursprünglich für LANs ausgelegt. Erst mit Windows Server 2012 sind RemoteFX – Sessions über WANs nutzbar.

Drittanbietern gleichgezogen

Mit RemoteFX zieht Microsoft mit den Alternativen zu RDP von Drittanbietern nach. Diese sind dennoch nützlich, da RemoteFX nur Systemen ab Windows Server 2008 R2 zur Verfügung steht.

Voraussetzungen für RemoteFX

Bei Windows Server 2008 R2 war eine DirectX 9 – fähige Grafikkarte im Server notwendig. Unter Windows Server 2012 ist diese Anforderung nicht mehr zwingend. Ohne Grafikkarte kommt das sogenennate „Soft-GPU“ zum Einsatz, bei der eine Grafikkarte emuliert wird. Dies führt zu höherer CPU – Last des Servers, aber alle Optimierungsmöglichkeiten durch RemoteFX sind verfügbar. Möchte man den Server mit einer Grafikkarte ausrüsten, um die CPU zu entlasten, kommen seit Windows Server 2012 nur Grafikkarten mit DirectX 11 Unterstützung in Frage. Mit „dxdiag“ kann man mit der Eingabeaufforderung überprüfen, ob die vorhandene Grafikkarte DirectX 11 – fähig ist.

Ebenso ist ein Prozessor mit SLAT – Unterstützung (Second Level  Address Translation) vorausgesetzt. Unter AMD heißt das Feature NPT (Nested Page Table), unter Intel EPT (Extended Page Table). Gut zu wissen, dass die meisten der aktuellen Prozessoren dazu fähig sind. Wer darauf nicht vertrauen möchte, kann mit einem Konsolenprogramm von Microsoft namens CoreInfo den Prozessor sicherheitshalber überprüfen.

In einem kommenden Beitrag wird das Thema "Installation und Konfiguration von RemoteFX unter Hyper-V mit Windows Server 2012" aufgegriffen.