Beim Generalisieren eines Windows Images werden standardmäßig alle Treiber entfernt. Wenn sich die Hardware allerdings nicht ändert, kann dieser Schritt übersprungen werden, um Zeit zu sparen. Wenn eine virtuelle Maschine gesyspreped und neu verteilt wird, oder wenn im Zuge des Windows Deployments eine Referenzmaschine auf der Hardware erstellt wird, auf der später auch die neuen Rechner laufen sollen, kann man die Treiber behalten. (Best Practice ist es allerdings das Referenz Image auf einer virtuellen Maschine zu erstellen)

Manuelles Ausführen von Sysprep

Damit die Treiber erhalten bleiben, muss man Sysprep die Information "Microsoft-Windows-PnpSysprep - PersistAllDeviceInstalls - true" mitgeben. Wenn man Sysprep von Hand ausführt, muss man diese Option in der Antwortdatei setzen. Der Befehl lautet dann:

Sysprep /generalize /unattend:C:\unattend.xml

In der zugehörigen unattend.xml Datei muss ein Eintrag

<settings pass="generalize"> 
  <component name="Microsoft-Windows-PnpSysprep"> 
    <PersistAllDeviceInstalls>true</PersistAllDeviceInstalls> 
  </component>

vorhanden sein.

Sysprep mit MDT

Wenn das Deployment mit dem Microsoft Deployment Toolkit (MDT) durchgeführt wird, kann man diese Option ebenfalls setzen. Hierzu muss die entsprechende Task Sequenz geöffnet werden. Im Reiter OS Info der Task Sequenz gibt es die Möglichkeit die Unattend.xml Datei anzupassen.

Hier muss unter Windows Image - Components der Eintrag amd64_Microsoft-Windows-PnpSysprep der Antwortdatei hinzugefügt werden. Dies geschieht mit einem Rechtsklick auf den Eintrag und Add Setting to Pass 3 generalize.

Anschließend muss die Einstellung PersistAllDeviceInstalls auf true gesetzt werden.

unattend Jetzt bleiben beim Ausführen von Sysprep die Treiber erhalten.